Photovoltaik Freiburg 2026: Solarpflicht, Förderung & Einspeisevergütung – was jetzt wirklich zählt

15. Dez 2025

PHOTOVOLTAIK FREIBURG 2026: SOLARPFLICHT, FÖRDERUNG & EINSPEISEVERGÜTUNG – WAS JETZT WIRKLICH ZÄHLT

Wer 2026 in Freiburg eine Photovoltaik-Anlage plant, merkt schnell: Es geht nicht mehr nur um „ein paar Module aufs Dach“. Viele Themen greifen ineinander – Solarpflicht in Baden-Württemberg, kommunale Förderung in Freiburg, aktuelle Einspeisevergütung, 0% Umsatzsteuer und (ganz entscheidend) die Frage, wie man den Solarstrom im Alltag möglichst gut selbst nutzt.

Dieser Artikel ist Ihr aktueller Überblick für „Solar Freiburg“: verständlich, praxisnah und mit klaren Empfehlungen, worauf es jetzt ankommt.

  1. SOLARPFLICHT IN BADEN-WÜRTTEMBERG: WANN GILT SIE IN FREIBURG?

Freiburg liegt in Baden-Württemberg – damit gilt hier auch die Photovoltaikpflicht des Landes. Besonders wichtig ist sie in zwei Fällen:

• Neubau von Wohngebäuden: Solarpflicht seit 1. Mai 2022
• Grundlegende Dachsanierung im Bestand: Solarpflicht seit 1. Januar 2023

Der Punkt, der in der Praxis häufig missverstanden wird: Bei Dachsanierungen zählt der Baubeginn der Arbeiten am Dach selbst. Als „grundlegende Dachsanierung“ gilt typischerweise, wenn Abdichtung oder Eindeckung vollständig erneuert werden. Reine Vorarbeiten wie Planung, Baustelleneinrichtung oder Gerüstaufbau sind nicht automatisch der „Baubeginn“.

Was das für Eigentümerinnen und Eigentümer in Freiburg bedeutet: Wenn ohnehin eine größere Dachsanierung ansteht, sollte Photovoltaik von Anfang an mitgedacht werden. Das ist meist die wirtschaftlichste Kombination – und erspart später doppelte Arbeiten.

  1. FÖRDERUNG IN FREIBURG: WAS IST 2026 NOCH AKTUELL?

Freiburg hat (je nach Programmstand und Budget) kommunale Förderbausteine rund um „klimafreundliches Wohnen“. Für Photovoltaik ist in Freiburg vor allem ein Grundprinzip wichtig: Eine gut geplante Anlage, die das Dach sinnvoll nutzt, ist häufig sowohl wirtschaftlich als auch förderlogisch besser als eine „Minimalanlage“.

Wichtiges Update für viele Haushalte (und häufig ein Aha-Moment):
Für Batteriespeicher gibt es in Freiburg nach städtischer Information seit dem 1. Juni 2025 keinen Zuschuss mehr. Das heißt: Speicher können weiterhin sinnvoll sein – aber die Entscheidung sollte 2026 konsequent über Eigenverbrauch, Stromtarif und Lastprofil gerechnet werden, nicht über einen städtischen Bonus.

Auch Balkon-PV (Balkonkraftwerke) bleibt in vielen Städten ein Thema. Wenn Sie in Freiburg in einer Wohnung leben oder kein eigenes Dach nutzen können, lohnt sich ein Blick auf die jeweils aktuellen städtischen Konditionen und Anforderungen (z. B. Nachweis der Normen/Installation).

Praxis-Tipp für Freiburg: Kommunale Förderprogramme können sich ändern (Budget, Richtlinien, Fristen). Planen Sie daher so, dass die Anlage auch ohne Förderung tragfähig ist – und behandeln Sie Förderung als „Bonus“, nicht als Voraussetzung.

  1. EINSPEISEVERGÜTUNG 2025/2026: WIE HOCH IST SIE – UND WIE WICHTIG IST SIE WIRKLICH?

Die Einspeisevergütung bleibt wichtig, aber sie ist für viele Einfamilienhäuser in Freiburg oft nicht mehr der Hauptgrund für Photovoltaik. Der größte Hebel ist 2026 meist: Eigenverbrauch.

Warum? Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie selbst nutzen, ersetzt teuren Netzstrom. Und je mehr Verbraucher Sie intelligent in die Sonnenstunden verlagern (Wärmepumpe, Wallbox, Haushaltsgeräte), desto besser wird die Rechnung.

Trotzdem lohnt ein Blick auf die offiziellen Vergütungssätze. Für PV-Anlagen auf Gebäuden (klassische Dachanlagen) nennt die Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen im Zeitraum 1. August 2025 bis 31. Januar 2026 als Einspeisevergütung (bis 100 kW) zum Beispiel:

• bis 10 kW: 7,86 ct/kWh (Teileinspeisung/Überschuss) und 12,47 ct/kWh (Volleinspeisung)
• bis 40 kW: 6,80 ct/kWh (Teileinspeisung) und 10,45 ct/kWh (Volleinspeisung)

Wichtig: Diese Sätze gelten abhängig vom Inbetriebnahmezeitraum und werden regelmäßig fortgeschrieben. Für viele private Dächer ist „Überschusseinspeisung“ der Standard: Sie nutzen Solarstrom zuerst selbst, der Rest geht ins Netz.

Noch ein aktuelles Detail, das 2026 für größere Anlagen relevant sein kann (z. B. Gewerbe/Mehrfamilienhaus): Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass eine im „Solarpaket I“ vorgesehene Erhöhung für bestimmte Anlagen (z. B. ab 40 kW) beihilferechtlich erst nach EU-Genehmigung wirksam wird. Das ist ein Grund, bei größeren Projekten besonders sauber zu planen.

  1. 0% UMSATZSTEUER: WEITERHIN EIN STARKER VORTEIL

Für viele PV-Projekte in Freiburg bleibt 0% Umsatzsteuer ein echter „Turbo“. Unter bestimmten Voraussetzungen gilt der Nullsteuersatz für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen (inklusive wesentlicher Komponenten). Je nach Konstellation kann das auch für Speicher zutreffen, wenn er dem Speichern des Solarstroms dient.

Hinweis: Das ist keine Steuerberatung. Bei Sonderfällen (z. B. gemischt genutzte Gebäude) sollte man das kurz fachlich prüfen lassen.

  1. NETZANSCHLUSS & ZÄHLER: DER UNTERSCHÄTZTE ZEITFAKTOR

Was in der Praxis oft mehr Zeit kostet als gedacht, ist nicht die Montage – sondern der Prozess rund um Netzanschluss, Zähler und Formalitäten. Typische Schritte sind:

• Anmeldung der Anlage und Einreichen der Unterlagen
• ggf. Zählertausch (Zweirichtungszähler)
• Inbetriebnahme-Dokumentation und Registrierung

Wenn Sie in Freiburg Verzögerungen vermeiden möchten, starten Sie diesen Prozess frühzeitig – idealerweise parallel zur Planung. Ein sauberer Ablauf sorgt nicht nur für schnellere Inbetriebnahme, sondern auch für weniger Stress, wenn Dachsanierung, Gerüst, Elektrik und Terminfenster zusammenkommen.

  1. WARUM PHOTOVOLTAIK IN FREIBURG 2026 BESONDERS SINNVOLL IST

Freiburg hat sehr gute Voraussetzungen: viele geeignete Dächer, ein starkes Interesse an nachhaltiger Energie und eine wachsende Zahl an Haushalten mit E-Auto und/oder Wärmepumpe. Genau hier spielt Photovoltaik ihren größten Vorteil aus: Sie wird zum „Energie-Fundament“ für das ganze Haus.

Drei typische Fälle, in denen PV 2026 besonders stark wirkt:

• Sie haben oder planen eine Wärmepumpe: PV senkt Betriebskosten, Eigenverbrauch steigt deutlich.
• Sie fahren E-Auto: Wallbox + PV macht Laden planbarer und oft günstiger.
• Sie sanieren das Dach: PV gleich mit einplanen ist häufig die wirtschaftlichste Lösung – und in BW kann zusätzlich die Solarpflicht greifen.

CHECKLISTE: PV-PROJEKT IN FREIBURG IN 7 SCHRITTEN

  1. Pflicht prüfen: Neubau oder grundlegende Dachsanierung?

  2. Ziele definieren: Haushalt allein oder auch Wärmepumpe/Wallbox einplanen?

  3. Anlage sinnvoll dimensionieren: nicht zu klein starten – Dachpotenzial und Verbrauch realistisch berücksichtigen.

  4. Förderstatus prüfen: kommunale Programme, Fristen und Voraussetzungen checken.

  5. Netzprozess früh starten: Anmeldung/Unterlagen/Zähler rechtzeitig einplanen.

  6. Inbetriebnahme sauber dokumentieren: damit Abrechnung, Vergütung und Registrierung reibungslos laufen.

  7. Optimieren: Eigenverbrauch erhöhen (Ladezeiten, Wärmepumpenstrategie, ggf. Energiemanagement).

MINI-FAQ (KURZ & KLAR)

Gilt in Freiburg eine Solarpflicht bei Dachsanierung?
Ja, in Baden-Württemberg gilt die Pflicht bei grundlegender Dachsanierung seit 1. Januar 2023 (maßgeblich ist der Baubeginn der Dacharbeiten).

Gibt es 2026 noch Speicherförderung in Freiburg?
Nach städtischer Information gibt es seit 1. Juni 2025 keinen Zuschuss mehr für Batteriespeicher. Übergangsregeln können je nach Fall/Datum möglich sein.

Was ist wichtiger: Einspeisevergütung oder Eigenverbrauch?
Für viele Haushalte ist Eigenverbrauch der Haupthebel, weil jede selbst genutzte kWh den Zukauf von Netzstrom reduziert. Einspeisevergütung bleibt ein sinnvoller Bonus.

NÄCHSTER SCHRITT (FREIBURG & SÜDBADEN)

Wenn Sie eine schnelle Ersteinschätzung möchten: Mit ein paar Eckdaten (Dach, Verbrauch, Ziel: Haushalt/Wärmepumpe/Wallbox) lässt sich sehr gut bestimmen, welche Anlagengröße sinnvoll ist und wie der Ablauf in Freiburg am besten geplant wird.

Kontakt: https://www.solarfertig.de/pages/kontakt