
In Bahlingen am Kaiserstuhl haben wir ein Mehrfamilienhaus mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die weit über das Übliche hinausgeht: 75 Solarmodule, zwei Wechselrichter in Kaskade und ein Batteriespeicher mit 56 kWh versorgen das gesamte Gebäude. Der Solarstrom wird über ein Mieterstrommodell an die Mieter weitergegeben. In diesem Projektbericht zeigen wir, wie die Anlage aufgebaut ist und was der Eigentümer damit erreichen wollte.
Das Wichtigste in Kürze
- Objekt: Mehrfamilienhaus in Bahlingen am Kaiserstuhl
- Anlage: 75 AIKO-Module (3S+) mit zusammen 34,88 kWp auf einem Satteldach mit Trapezblech
- Technik: zwei Wechselrichter in Kaskade, Batteriespeicher mit 56 kWh
- Ziel: das ganze Gebäude versorgen, unabhängiger werden und den Mietern günstigeren Strom anbieten
- Abrechnung: ein Hauptzähler zum Energieversorger, Aufteilung im Haus per Mieterstrom
Die Ausgangslage: Strom für ein ganzes Mehrfamilienhaus
Der Eigentümer hatte zwei Ziele: Er wollte mit dem Gebäude so unabhängig wie möglich vom Energieversorger werden, und er wollte seinen Mietern Strom zu einem günstigeren Preis anbieten. Dafür reicht es nicht, ein paar Module auf das Dach zu legen und den Überschuss einzuspeisen. Gefragt war eine Anlage, die das gesamte Gebäude versorgt – tagsüber direkt vom Dach und abends und nachts aus dem Speicher.
Die Anlage: 75 Module auf dem Trapezblechdach
Das große Satteldach des Hauses ist mit Trapezblech eingedeckt. Auf beiden Dachseiten haben wir insgesamt 75 Module von AIKO aus der Serie 3S+ montiert, zusammen 34,88 kWp. Trapezblech lässt sich mit einem passenden Montagesystem gut mit Solarmodulen belegen. Die Belegung haben wir vorab per Drohnenflug vermessen und im 3D-Modell geplant, damit die Dachfläche bestmöglich genutzt wird.
Zwei Wechselrichter in Kaskade und 56 kWh Speicher
Für eine Anlage dieser Größe, die ein ganzes Gebäude versorgen soll, arbeiten bei diesem Projekt zwei Wechselrichter in Kaskade zusammen. Sie teilen sich die Leistung und steuern gemeinsam den Batteriespeicher. Der Speicher hat eine Kapazität von 56 kWh – ein Vielfaches dessen, was in einem Einfamilienhaus üblich ist. So bleibt möglichst viel Solarstrom im Haus und steht den Bewohnern auch am Abend und in der Nacht zur Verfügung. Mehr über die Auslegung von Batteriespeichern lesen Sie auf unserer Seite Stromspeicher.
Mieterstrom: ein Hauptzähler, Strom für alle Mieter
Das Gebäude hat zum Energieversorger hin nur noch einen Hauptzähler. Was die Anlage erzeugt, wird zuerst im Haus verbraucht. Im Gebäude wird der Strom über ein Mieterstrommodell auf die Mieter aufgeteilt. Nur was Dach und Speicher nicht decken können, kommt noch aus dem öffentlichen Netz. Für die Mieter hat das einen klaren Vorteil: Sie beziehen Solarstrom vom eigenen Dach zu einem günstigeren Preis. Der Eigentümer macht das Gebäude damit unabhängiger und attraktiver.
Welche Modelle es für Mehrfamilienhäuser gibt und worauf Eigentümer und Hausverwaltungen achten sollten, erklären wir ausführlich im Beitrag Mieterstrom in Freiburg 2026.
Steckbrief der Anlage
| Ort | Bahlingen am Kaiserstuhl |
|---|---|
| Gebäude | Mehrfamilienhaus |
| Dach | Satteldach mit Trapezblech |
| Module | 75 × AIKO 3S+ |
| Leistung | 34,88 kWp |
| Wechselrichter | 2 Geräte in Kaskade |
| Batteriespeicher | 56 kWh |
| Versorgung | gesamtes Gebäude, Mieterstrom mit einem Hauptzähler |
Was andere Eigentümer daraus mitnehmen können
- Das ganze Gebäude denken: Wer Mieter mit Solarstrom versorgen will, plant Anlage, Speicher und Zählerkonzept von Anfang an gemeinsam.
- Speicher großzügig auslegen: Bei vielen Haushalten unter einem Dach verteilt sich der Verbrauch über den ganzen Tag – ein großer Speicher hält den Solarstrom bis in den Abend.
- Große Dächer nutzen: Auch Dächer mit Trapezblech eignen sich gut für Photovoltaik.
- Abrechnung früh klären: Mieterstrom bringt Pflichten bei Messung und Abrechnung mit sich. Lassen Sie die rechtlichen und steuerlichen Fragen für Ihr Objekt prüfen – dieser Bericht ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Sie planen PV für ein Mehrfamilienhaus?
Ob Mehrfamilienhaus, Wohnanlage oder Einfamilienhaus: Wir planen Ihre Anlage per Drohne und 3D-Modell und stimmen Module, Wechselrichter und Speicher auf Ihr Gebäude ab. Weitere Projekte aus der Region finden Sie unter Referenzen und auf unserer Seite Photovoltaik am Kaiserstuhl. Fragen Sie jetzt Ihre kostenlose Beratung an oder starten Sie den Solar-Check.


